Es geht nun langsam dem Ende zu, ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet und entsprechend schlafe ich langsam schlecht (das Gewissen meinen treuen Leserinnen und Lesern gegenüber…).
So will ich etwas über den Rest meiner Reise berichten – höchste Zeit, denn morgen geht mein Flug zurück in die alte Welt…mit vielen neuen Ideen!
Von Santa Barbara gings nach San Francisco (Es scheint, dass alle Städte irgendwie heilig benant sind in Kalifornien!), wo ich zwei intensive Tage verbrachte. Ja, ich hätte länger bleiben können… Ich war im Museum of Modern Art, das mich beeindruckte und stolz an die Valser Wasser Flaschen erinnerte. Ich Fuhr mit den Cablecars, mietete ein Velo und fuhr über die Golden Gate Brücke (die allerdings typischerweise im Nebel lag) und versuchte durch herumgehen und erkunden möglichst viel von der Stadt zu erfahren. Dann besuchte ich noch ein Konzert im Stern Grove, mit Picknick-Brunch und hervorragender Musik (einer Brasil-Country-Band und Toto la Momposina aus Kolumbien).
Portland wurde zu einer der grossen Entdeckungen meiner USA-Reise. Eine Stadt, die in den Öffentlichen Verkehr investiert, Velostreifen nicht nur kennt, sondern ziemlich systematisch zu einem Velowegnetz zusammengefügt hat und die auch ausserdem viel tolles zu bieten hat! Besonders gefallen hat mir Powells, der grösste Buchladen der Welt, zumindest der USA… Auf 4 Etagen über einen gesamten Block hin werden neue und gebrauchte Bücher angeboten, insgesamt über eine Million. Ich war glücklich… Zudem habe ich in dieser Stadt Basketball gespielt, Eulen beobachtet und war im Columbia-River Nachtschwimmen.
Dann kam Vancouver, Kanada – eine Superstadt, über die wohl mein Bruder in den kommenden Monaten noch manches bloggen wird… Daher hüpfe ich gleich weiter zu unserem Dreitagestrip nach Seattle, wo wir Skulpturen bewunderten, den Markt genossen, beinahe eine Koffeinvergiftung erlitten (ja, der erste Starbucks der Welt steht hier, und viele, viele andere Kaffees, die wohl nicht so eine grosse Karriere gemacht haben, aber trotzdem einen Besuch wert sind…), das verrückte Gehry-Gebäude inspizierten (was für ein Pleonasmus – alle Gehry-Gebäude sind verrückt), ein wunderbares Konzert erlebten (Emiliana Torrini) und viel herumspazierten und die Stadt erkundeten. Den Leuten in Seattle ist nicht bewusst, dass 1999 in ihrer Stadt Weltgeschichte geschrieben wurde – merkwürdig…
Nun denn – meine Reise ist zu Ende. Noch nicht zu Ende verarbeitet und hoffentlich – was Bekanntschaften und Ideen dieser Reise angeht – auch ein Anfang von einigem Neuen. Allen, die hin und wieder meinen Blog gelesen habe: Herzlichen Dank – es hat Spass gemacht, hin und wieder was zu schreiben und zu wissen, da liest auch mal wer…
Tags: Kalifornien, Pacific Northwest, Velo, Verkehr